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Gemeinde aktuell

Autor: Melanie Tremel
Artikel vom 05.09.2017

Netcom BW wird Netzbetreiber für das Backbone im Alb-Donau-Kreis

Der Netzbetreiber für das landkreisweite Backbone im Alb-Donau-Kreis und die Glasfaseranschlüsse steht jetzt fest. Landrat Heiner Scheffold, zugleich Verwaltungsratsvorsitzender des Kommunalen Verbundes Komm.Pakt.Net, teilte dies heute (26. Juli 2017) mit. Der künftige Betreiber ist die Firma Netcom BW aus Ellwangen. Landrat Heiner Scheffold: „Das ist, so kurz vor den Sommerferien, eine gute Botschaft für den Breitbandausbau im Alb-Donau-Kreis.“

Der Entscheidung war ein europaweites Verhandlungsverfahren mit Teilnehmerwettbewerb vorausgegangen, durchgeführt durch den Kommunalen Verbund Komm.Pakt.Net. Dabei ging es um eine Backbone-Streckenlänge um 480 Kilometer in 54 Städten und Gemeinden im Alb-Donau-Kreis. „Jetzt kann weiter gebaut werden“, so Landrat Heiner Scheffold. In vollem Betrieb soll das Backbonenetz  Anfang 2020 sein.

Mit Netcom BW habe man einen ausgesprochen leistungsfähigen Netzbetreiber gefunden, erklärte Landrat Scheffold. „Netcom BW bietet für den Endkunden sehr gute Konditionen zu absolut marktüblichen Preisen. Damit haben Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger nun Sicherheit bei den Hausanschlüssen. Außerdem ermöglicht das Ergebnis des Ausschreibungsverfahrens langfristig auch einen Kapitalrückfluss an die beteiligten Kommunen“, sagte Scheffold.

Landrat Heiner Scheffold hofft, dass möglichst alle Anlieger nun von der Möglichkeit Gebrauch machen und sich einen Hausanschluss legen lassen. Scheffold: „Das ist eine echte Investition in die Zukunft. Dafür haben wir alle hart gearbeitet.“

Scheffold lobte das große Engagement des Kommunalen Verbundes Komm.Pakt.Net, insbesondere von dessen Geschäftsführer Jens Schilling, sowie der Rechtsanwaltskanzlei iuscomm, die den Verbund im Verfahren rechtlich beraten hat. Außerdem hob er die fundierte technische Beratung durch Prof. Dr. Jürgen Anders von der Hochschule Furtwangen und durch das Büro GEO DATA aus Westhausen hervor. Landrat Heiner Scheffold: „Eine solche Ausschreibung für ein großes Netz geht nur über einen Verbund wie Komm.Pakt.Net. Einzelne Gemeinden hätten dieses Ergebnis nicht erreichen können.“ Daran zeige sich einmal mehr die Richtigkeit der Gründung des Kommunalen Verbundes Komm.Pakt.Net für den Breitbandausbau gerade im ländlichen Raum. Ihm gehören über 200 Kommunen in acht Landkreisen an.

 

Informationen über den Netzbetreiber Netcom BW

Die Firma Netcom BW betreibt mit über 10.000 Kilometer eines der größten Backbone-Netze in Baden-Württemberg. Sie ist Netzbetreiber in insgesamt 250 Städten und Gemeinden, darunter auch Kommunen im Ostalbkreis und im Landkreis Biberach sowie, für Privatkunden, im Gebiet des Verwaltungsverbands Langenau.

 

Vorausgegangene Aktivitäten im Alb-Donau-Kreis im Breitbandausbau

Dem Ereignis heute gingen 2014 eine Status-Quo-Analyse über die Versorgungsgrade von Bevölkerung und Betrieben mit schnellen Datenverbindungen voraus. 2015 folgten empirische Marktuntersuchungen bei den Breitbandanbietern im Ausschreibungsgebiet. Dadurch wurde klar, wo und in welchen Gebieten private Breitbandanbieter nicht tätig sind – und wo deshalb Handlungsraum besteht für kommunale Initiativen beim Breitbandausbau. Auf dieser Basis hatten der Alb-Donau-Kreis und die Kommunen das Heft in die Hand genommen, um in unterversorgten Gebieten, Kommunen und Teilorten zu einer leistungsfähigen Breitbandinfrastruktur auf Glasfaserbasis zu kommen.

2016 startete dann auch die strategische Ausbauplanung für das Breitbandnetz. Im Mai 2016 erfolgte in Untermarchtal der Spatenstich für das landkreisweite Backbone.

Bislang flossen Fördermittel des Landes in Höhe von 5,4 Millionen Euro in den Alb-Donau-Kreis für den Breitbandausbau.

Neue Förderbescheide in Höhe von insgesamt rund 3 Millionen Euro überreichte der Stellvertretende Ministerpräsident und Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration, Thomas Strobl, am 26.07.2017 an die Bürgermeister folgender Kommunen im Alb-Donau-Kreis: Altheim (Alb), Asselfingen, Blaustein, Ehingen, Emerkingen, Grundsheim, Hausen am Bussen, Langenau, Lauterach, Munderkingen, Oberstadion, Öpfingen, Rammingen, Schelklingen, Untermarchtal, Unterstadion und Unterwachingen.

Insgesamt wurden im Rahmen des Breitbandausbaus im Alb-Donau-Kreis bislang Fördermittel in Höhe von 15,96 Millionen Euro beantragt - für 99 einzelne Projekte im Kreisgebiet. (Daten zur Länge  des Backbonenetzes:  insgesamt 480 km; davon Neubau 205 km, Pacht 251 km und Mitverlegung 24 km).