Sie verwendeten einen veralteten Browser. Bitte führen Sie für ein besseres Surf-Erlebnis ein Upgrade aus.
JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine Änderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalität zu ermöglichen.

Volltextsuche

Gemeinde aktuell

Autor: Melanie Tremel
Artikel vom 19.12.2018

Weihnachts- und Neujahrsgruß

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

und wieder ist ein Jahr zu Ende. Und vielleicht fragen Sie sich auch, wie schnell so ein Jahr vergeht? In den Tagen zwischen den Jahren ist es an der Zeit, durchzuschnaufen und sich die Erfolge und gemeisterten Herausforderungen der vergangenen Monate noch einmal in Erinnerung zu rufen. Ich wünsche Ihnen, dass Ihr persönlicher Jahresrückblick positiv ausfällt und 2018 auch für Sie ein gutes Jahr gewesen ist.

„Wege entstehen dadurch, dass man sie geht“, sagt ein Sprichwort, und ich habe den Eindruck, dass die Gemeinde im Jahr 2018 wieder einen Schritt, ja sogar mehrere Schritte nach vorne gegangen ist.

Der größte Schritt des Jahres 2018 war vermutlich für uns alle die Inbetriebnahme der Vollsignalisierung der Ampelanlage an der Kreuzung B 311 / K 7359. Zweifelsfrei stellt die neue Ampelanlage einen Erfolg für die örtliche Verkehrssituation und die Weiterentwicklung unserer Gemeinde dar.

Und auch finanziell ist uns ein bedeutender Schritt gelungen. Erstmalig seit Jahrzehnten ist die Gemeinde, durch Sondertilgungen aufgrund guter Gewerbesteuereinnahmen, schuldenfrei. Und dies trotz umfassender Investitionen in unsere Einrichtungen und die Infrastruktur.

Zugleich sind die Rücklagen auf Rekordniveau. Wir benötigen diese Mittel aber für die im Herbst 2020 beginnenden Arbeiten für die Erweiterung und Sanierung der Kläranlage sowie für Investitionen in den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen. Eine maßvolle Neuverschuldung in den kommenden Jahren wird unausweichlich werden.

Das Jahr 2018 war geprägt von vielen Tiefbaumaßnahmen. Im Gewerbegebiet Burren wurde die Ulmer Straße ausgebaut. Neben der Asphaltdeckschicht wurden die Gehwege und die Straßenbeleuchtung hergestellt sowie Leerrohre für die späteren Glasfaseranschlüsse verlegt.

Deutlich verbessern konnten wir zudem die Radwegeinfrastruktur. Neben einer sicheren Querung an der Ampelanlage konnten die Sanierungsarbeiten am Radweg entlang der B 311 bis zur Gemarkungsgrenze Oberdischingen fertiggestellt werden. Der 1,4 km lange Feldweg wurde mit einer neuen Asphaltschicht verkleidet und damit für Radfahrer und landwirtschaftliche Maschinen wieder sicher gemacht. Die Maßnahme wurde zu rund 40% durch das Land Baden-Württemberg gefördert.

Im November wurden die 69 restlichen Peitschenmasten im Gemeindegebiet auf nachhaltige und umweltfreundliche LED-Beleuchtung umgestellt. Neben der besseren Ausleuchtung der Gehwege und Straßenräume konnten wir damit eine deutliche Energieeinsparung erzielen.

Die zukünftige Entwicklung und die Attraktivität unserer Gemeinde werden stark von der Verfügbarkeit leistungsstarker Internetverbindungen abhängen. Ich bin deshalb froh, dass der kommunale Breitbandausbau dieses Jahr mit großen Schritten vorangekommen ist. Auf einer Länge von 3.200 Meter wurde das überregionale Backbone-Kabel verlegt. Im Frühjahr 2019 werden die Grundstücke der Alten Landstraße ans Glasfasernetz angeschlossen, verschiedene Hausanschlüsse entlang der Trasse hergestellt sowie das restliche Backbone-Kabel von der Grundschule bis zur Raiffeisenbank verlegt.

Mit der Aufstellung des Bebauungsplanes Burren III haben wir einen riesen Schritt für die gewerbliche Entwicklung der Gemeinde erfolgreich gemeistert. Mit der geplanten Ansiedlung vom Lackierzentrum Ott und der Schaffung von 50 Arbeitsplätzen könnte 2019 die größte Firmenansiedlung gelingen.

Erstmalig hat der Gemeinderat mit dem Bebauungsplan Östlich der Kirchgasse einen Bebauungsplan im Innenbereich aufgestellt. Ziel ist die innerörtliche Nachverdichtung zu fördern, dabei aber den städtebaulichen und nachbarschaftlichen Interessen gerecht zu werden. Der hohe Bedarf an Wohnungen kann jedoch nicht allein durch Nachverdichtung im Innenbereich gedeckt werden. Der Gemeinderat plant deshalb zu Beginn des Jahres 2019 den Startschuss für ein neues Wohnbaugebiet zu geben. Wir werden frühzeitig über das Mitteilungsblatt informieren, wie Interessierte sich auf einen Platz bewerben können.

Das Jahr 2018 war auch geprägt von großen Vereinsinvestitionen. Mit finanzieller Unterstützung durch die Gemeinde konnte die Sportgemeinschaft Öpfingen den grundlegenden Neuaufbau des Trainingsplatzes umsetzen. Der Tennisclub hat seine Tennisplätze saniert, die Platzbewässerung erneuert und die Zufahrt neu gestaltet. Und seit April 2018 baut der Liederkranz mit großem Engagement an seinem neuen Probelokal. Eine weitere Verbesserung für alle Vereine konnte zudem mit der Modernisierung des Mehrzweckraumes erreicht werden.  

Es freut mich außerordentlich, dass wir Dank eines starken Miteinander die notwendigen WLSB- und Landeszuschüsse eingeworben haben und die Projekte im Zeit- und Kostenrahmen umgesetzt werden konnten. Mein Dank gilt allen Vereinsverantwortlichen, Mitgliedern, Spendern und Helfern die zur Realisierung beigetragen haben.

Auch im Rathaus wurde investiert. Die Räumlichkeiten der ehemaligen Poststelle wurden saniert und zwei zusätzliche Büroarbeitsplätze eingerichtet. Dies war notwendig, um die Verwaltung organisatorisch weiterzuentwickeln. Damit verbunden war eine Erweiterung der Öffnungszeiten, eine personelle Aufstockung um 0,3 Stellen sowie die Verbesserung und Ausweitung der Ausbildung.

Der Jahreswechsel bedeutet für die Verwaltung auch eine Zäsur im Hinblick auf das Haushalts- und Rechnungswesen. Aufgrund gesetzlicher Vorgaben müssen alle Kommunen spätestens bis ins Jahr 2020 ihr Haushalts- und Rechnungswesen nach dem neuen Haushaltsrecht führen. Die Gemeinde Öpfingen wird bereits zum 01.01.2019 umstellen. Die Umstellung war für die Verwaltung eine große Herausforderung, welche vor allem personelle Ressourcen gebunden hat.

„Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen“, sagt ein altes afrikanisches Sprichwort und besagt damit, dass ein Kind nicht nur seine Eltern, sondern viele Bezugspersonen und viele verschiedene Anregungen braucht, um sich gut zu entwickeln. Diese Förderung übernimmt in unserer Gesellschaft eine Reihe von eigens für Kinder geschaffenen Einrichtungen, angefangen von der Kinderkrippe über den Kindergarten, über den Sport- oder Musikverein bis hin zur Grundschule.

Große Schritte stehen uns bei der Ausrichtung der zukünftigen Kinderbetreuung bevor. Wir haben bereits heute den Bedarf für eine zweite Krippengruppe und der Kindergarten ist ebenfalls voll belegt. Die Schwierigkeit besteht darin abzuschätzen, wie groß der Bedarf an Kinderkrippen- und Kindergartenplätzen in den kommenden Jahren sein wird. Geplant ist die Bürgerschaft im Laufe der ersten Jahreshälfte in die Überlegungen miteinzubinden und gemeinsam die Bauoptionen zu erörtern.

Kräftig investieren wollen wir nächstes Jahr in unsere Grundschule. Geplant ist die grundlegende Sanierung aller drei Sanitäranlagen mit Einbau einer behindertengerechten Toilette, die energetische Sanierung der Beleuchtung in den Gängen, die Brandschutzsanierung sowie die Neueinrichtung des Werkraumes nach dem aktuellen Bildungsplan. Die Sanierung wird aus Mitteln des Bundes bezuschusst. Gleichzeitig erleben wir mit der Gründung des Fördervereins Grundschule Öpfingen ein wunderbares Beispiel von bürgerschaftlichen Engagement. Ich selbst bin sehr gespannt, wie wir gemeinsam das Angebot an der Grundschule im kommenden Jahr verbessern können.

Und auch im Natur- und Landschaftsschutz baue ich auf das bürgerschaftliche Engagement. Gemeinsam mit dem BUND Öpfingen starten wir ein Projekt um miteinander den Natur- und Artenschutz vor Ort zu stärken. Hier brauchen wir engagierte Helfer und Ideen. Mehr hierzu bald im Mitteilungsblatt.

 

Liebe Öpfingerinnen und Öpfinger,

der Austausch und das Gespräch mit Ihnen ist mir sehr wichtig. Es ist mir wichtig von Ihnen zu erfahren, wenn etwas im Argen liegt oder die Verwaltung Sie bei einem Vorhaben unterstützen kann. Gerne nehme ich mir Zeit für Ihre Anliegen. Ich darf Ihnen zudem versichern, dass der Gemeinderat und die Verwaltung beim Thema Nahversorgung am Ball sind. Wir dürfen hier aus meiner Sicht zuversichtlich sein. Bitte leisten Sie aber Ihren Beitrag, in dem Sie in Öpfingen einkaufen.

Und wie eingangs erwähnt, vergeht die Zeit rasant. Mitte nächsten Jahres darf ich bereits seit vier Jahren Ihr Bürgermeister sein. Die Ausübung meines Amtes macht mir große Freude und erfüllt mich sehr. Öpfingen mit all seinen Menschen ist mir und meiner Familie sehr ans Herz gewachsen.

Um mit Ihnen auf die letzten vier Jahre und das Erreichte zurückzuschauen und einen Ausblick auf die kommenden vier Jahre zu werfen, plane ich für Juli 2019 eine Bürgerversammlung, zu der ich Sie bereits heute ganz herzlich einladen möchte.

Zu guter Letzt gilt mein Dank allen, die sich zum Wohle der Gemeinde Öpfingen und seiner Menschen einsetzen. Ich danke Ihnen, liebe Bürgerinnen und Bürger, für Ihr Engagement in den unterschiedlichsten Bereichen, insbesondere in der Vereins- und Jugendarbeit, den Kirchen und Unternehmen, den Mitgliedern des Gemeinderats für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung für ihren äußerst engagierten Einsatz.

Im Namen der Gemeinde Öpfingen, des Gemeinderats, der Verwaltung und auch ganz persönlich möchte ich Ihnen allen

ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2019

wünschen.

Ihr
Andreas Braun
Bürgermeister